Die (jetzt nur noch) zweitgrößte tropische Eiskappe der Welt, das
Quelccaya-Gletschereis in der peruanischen Cordillera de Vilcanota,
liegt auf über 5.600 Metern Höhe, bedeckt eine Fläche von rund 44
Quadratkilometern (2018) und schmilzt wegen des Klimawandels
beängstigend schnell.
In den 1970er Jahren war die
Quelccaya-Eiskappe mit einer Größe von mehr als 70 km² noch die größte
tropische Gletscherfläche der Erde. Sie schmolz aber bis Ende der 2010er
Jahre rascher als die Eiskappe des Coropuna (ebenfalls in Peru) und ist
nun etwas kleiner als diese.
Die Ränder der Quelccaya-Eiskappe
waren (2018) im Mittel 5300 m hoch. An ihrer höchsten Stelle erreichte
die Quelccaya-Eiskappe ungefähr 5680 m. Zwischen 1980 und 2010 gingen
pro Jahr zwischen ca. 0,45 und 0,70 Quadratkilometer verloren. Insgesamt
ist die Eisfläche bereits über ein Drittel geschmolzen und die Verlustrate nimmt wegen weiter steigender Treibhausgas-Emissionen beständig zu.
In den Höhlen dieses Gletschers baut ein Vogel sein Nest. Der Spiegeldiuka
(auch bekannt als glacier finch, Idiopsar speculifer, white-winged
diuca finch, glacier bird, Diuca speculifera) lebt auf 5.500 m Höhe und
ist der einzige Vogel, der in einem Gletscher brütet und aufwächst. Sein
Brutrevier dürfte damit wohl das höchste der Welt sein. Mit dem
Abschmelzen des Eiskappe verliert dieser Vogel seinen Lebensraum.
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Montag, 31. August 2026
Dramatische Schmelze der Quelccaya-Eiskappe gefährdet einzigartigen Vogel
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