Donnerstag, 11. Juli 2019

6.187 Mrd. Euro Geldvermögen besitzen die Deutschen

Das Geldvermögen der Deutschen

 151 Mrd. Rentenpapiere
 395 Mrd. Aktien
 612 Mrd. sonstige Anlagen
 617 Mrd. Investmentfonds
1907 Mrd. Versicherungen
2495 Mrd. Bargeld und Einlagen (Tagesgeld- & Girokonten, Sparbücher)

Zusammen 6.187 Mrd. Euro   (Stand Ende 2018, Quelle: Bundesbank, DDV, DZ Bank

Der langfristige rentable deutsche Aktienmarkt bescherte 18% Verlust im Jahr 2018, was laut Welt (Axel Springer SE) 110 Mrd. ausgemacht hat.
Auf der anderen Seite stieg trotz Nullzins-Politik der EZB die Sparquote der Deutschen auf 10,2 % des verfügbaren Einkommens. Damit erhöhten sie den Einlagenbestand um 120 Mrd. und investierten zusätzlich in andere Anlageformen, so dass das gesamte Geldvermögen 2018 um 113 Mrd. wuchs.

Berücksichtigt man allerdings die offizielle Inflationsrate, ist der Wert des Geldvermögens nicht gestiegen.
Berücksichtigt man die real spürbare Inflation, ist der Wert des Geldvermögens trotz erneut vermehrter Sparanstrengungen der Deutschen gesunken.

Wird Frau Lagarde Präsidentin der EZB wird das Geldvermögen der Bürger Europas weiter schrumpfen, um die Schulden der extrem hochverschuldeten Staaten der EU (insbesondere Italien, Portugal, Frankreich) zu mindern und die Großbanken von ihren faulen Krediten zu befreien.

Sonntag, 7. Juli 2019

Deutsche erwarten deutlich mehr Umwelt- und Klima-Schutz

Die Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz ist in den vergangenen Jahren in der deutschen Bevölkerung deutlich gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die "Umweltbewusstseinsstudie 2018", die Ende Mai 2019 vorgestellt wurde.

Die Mehrheit der Bevölkerung ist der Ansicht, dass Industrie, Bund, Kommunen... noch nicht genug für den Umwelt- und Klimaschutz tun - und sieht auch das eigene Verhalten als Bürgerinnen und Bürger kritisch.

Die Menschen sehen Umweltschutz als Aufgabe aller Politikbereiche. Besonders in den Bereichen Landwirtschaft und Mobilität (Verkehr) klafft eine große Lücke zwischen dem Wunsch der Befragten, Umwelt- und Klima möglichst wenig zu belasten, und den wahrgenommenen Politik-Schwerpunkten. Mit den Zielen der Energiewende sind die meisten der Befragten einverstanden. allerdings müsste sie nch Auffassung der Mehrheit zügiger gestaltet werden.

"Der Staat muss für bessere Rahmenbedingungen beim Klimaschutz sorgen. Darum setze ich mich für einen sozial gerechten C02-Preis und ein verbindliches Klimaschutzgesetz ein.  Die Befragten wünschen sich auch eine schnellere Energiewende. Das sehe ich ganz genauso, Hier gilt es, endlich die Bremse zu lockern beim Ausbau von Wind- und Sonnenenergie.", so Bundesumweltministerin Schulze

Knapp 2/3 der Deutschen (64 %) halten Umwelt- und Klimaschutz für eine sehr wichtige Herausforderung (11 % mehr als 2016). Besonders in den Bereichen Landwirtschaft, Verkehr, Bau und Energie sollten laut Mehrheit der Befragten, Umweltbelange eine übergeordnete Bedeutung einnehmen.

Das Handeln aller relevanten Akteure für Umwelt- und Klimaschutz wird aktuell schlechter bewertet als in früheren Erhebungen: Mit dem Engagement der Industrie sind nur noch 8 % zufrieden ("tut genug"/"tut eher genug"), mit dem der Bundesregierung nur 14 %, mit dem der Städte und Gemeinden knapp ein Viertel (24 %).
Selbst mit dem Engagement der Umweltverbände sind nur 71 % zufrieden.
Sehr positiv zu bewerten: Nur 19 % der Befragten finden, dass die Bürgerinnen und Bürger genug oder eher genug tun. Das bedeutet: Auch das eigene Engagement beurteilen die Bürgerinnen und Bürger deutlich kritischer. (2016 glaubten noch 34 %, ihr Umweltschutzbewusstsein wäre ausreichend.)

Die neue Studie enthält 3 Schwerpunkt-Themen: Energie, Landwirtschaft und Verkehr.

Eine erfreulich hohe Zustimmung gibt es zu den Zielen und Strategien der Enerqiewende:
95 % finden die Steigerung der Energieeffizienz durch neue Technologien für das Gelingen der Energiewende wichtig, 92 % den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Zugleich sind 81 % der Auffassung, die Energiewende gehe zu langsam voran, und 76 % glauben, die Kosten seien zu ungleich verteilt.

Landwirtschaft:
68 % der Befragten wünschen sich: Umwelt- und Klima-Aspekte sollen in der Landwirtschaftspolitik eine übergeordnete Rolle einnehmen. Von 45 Prozent der Befragten wurde auf Rang 1 gesetzt:
Für die zukünftige Entwicklung der Landwirtschaft sind möglichst geringe Umwelt- und Klimabelastungen am wichtigsten. Die Versorgung mit vielfältigen, hochwertigen und gesunden Lebensmitteln wurde nur von 43 % auf den ersten Rang gesetzt.

Verkehr:
Umwelt- und Klimaschutz sollte nach Meinung von 53 % der Befragten auch in der Verkehrspolitik die übergeordnete Bedeutung einnehmen. Für die Entwicklung des Verkehrs ist am wichtigsten, dass Umwelt und Klimamöglichst wenig belastet werden (von 50 % auf Rang 1 gesetzt). Dass alle Menschen ihre Wege im Alltag bequem und kostengünstig zurücklegen können wurde von 40 % auf den ersten Rang gesetzt.

Mit 89 % ist die große Mehrheit der Befragten der Auffassung, die aktuelle Verkehrspolitik orientiere sich an den Interessen der Wirtschaft. Lediglich 21 Prozent meinen, sie orientiere sich am Umwelt- und Klimaschutz.

Deutschlands Exporte und Importe auf neuen Rekordhöhen

Deutschland verzeichnete 2018 (laut statistischem Bundesamt) wieder einen neuen Rekord bei Ein- und Ausfuhren. Deutschlands Handel exportierte Waren im Wert von 1.318.000 Mio. Euro (3 % mehr als im Hahr zuvor). Die Importe erhöhten sich sogar um 5 % auf 1.090.000 Mio. Euro.

Der Außenhandels-Überschuss sank leicht von 248 auf 228 Mrd. Euro.
Die Exporte in EU-Mitgliedsstaaten erhöhten sich um 3,8 %,
die Importe aus EU-Mitgliedsstaaten stiegen um 6,3 %.
Importe aus Staaten der Eurozone erhöhten sich um 6,9 %.
Ausfuhren in Drittländer stiegen um 1,9 %, Importe aus Drittländern um 5 %.

China ist nach 2016 und 2017 auch 2018 Deutschlands wichtigster Handelspartner. Der Warenverkehr lag bei 199 Mrd. Euro. Damit ist China nach den USA und Frankreich der drittgrößte Abnehmer deutscher Güter (93 Mrd. Euro). Die Einfuhren aus China hatten ein Volumen von 106 Mrd. Euro.
Beim deutschen Außenhandels-Defizit liegt China auf Platz eins, vor der Russischen Föderation, den Niederlanden, Vietnam und Bangladesch. (Von diesen Ländern kaufen wir mehr als wir ihnen verkaufen.)

Donnerstag, 4. Juli 2019

Frisch- und Abwasserkosten mehr als doppelt so hoch

Der Wasser-Monitor der IHK zeigt, wie sehr der Wasserpreis einer Gemeinde ein Standort-Vorteil oder -Nachteil eines Unternehmens sein kann.
Selbst innerhalb desselben Landkreises können die Kosten in zwei Gemeinden um mehr als das Doppelte voneinander abweichen.
Beispiel:

Eine Firma, deren Wasserverbrauch in Limburg a. d. Lahn bei 73.000 € liegt, muss in Weinbach für die gleich hohe Menge Wasser 147.460 € bezahlen.
Ein Kleiner Betrieb, dessen Verbrauch in Mengerskirchen 4.873 € verursacht, muss in Weinbach 8.982 € pro Jahr berappen.

Wenn Sie die Preise der Frisch- und Abwasserkosten aller 423 Kommunen in Hessen vergleichen wollen, schauen Sie auf http://wassermonitor-hessen.wifor.com.

Montag, 24. Juni 2019

Transportkapazität aller Handelsschiffe in 13 Jahren verdoppelt

Die Handelsschiffe der Welt haben erstmals eine Kapazität von über 2 Milliarden dwt (Deadweight tonnage) erreicht (Quelle: Clarksons Research). Damit hat sich die Transportkapazität in den letzten 13 Jahren verdoppelt.
2033 soll laut Prognose von Clakson Research bereits die 3 Milliarden Marke erreicht werden. (Solange kann auch Donald Trump den Welthandel nicht lähmen.)

In den vergangenen 13 Jahren hat sich die Flotte der Handelsschiffe um 26.000 vergrößert.
50% der Schiffe gehören zum Segment der Bulker, 27% sind Tanker und 15% sind Containerschiffe.
Bei Containerschiffen haben Deutsche Reeder die zweitgrößte Flotte der Welt.

Dienstag, 11. Juni 2019

EZB kassierte 21,4 Milliarden Euro Negativzinsen

Europäische Banken haben 21,4 Milliarden Euro an die Europäische Zentral Bank EZB an Strafzinsen bezahlt in den 5 Jahren seit der Negativzins eingeführt worden ist.

Diese Strafzinsen hatten und haben einen heftigen negativen Einfluss auf die Profitabilität der Banken – im Europäischen Schnitt – 4 %, bei Deutschen Banken – 9 % im Jahr 2018.

Europäische Banken haben allein 2018 die Rekordsumme von 7,5 Milliarden Euro für die Aufbewahrung ihrer Guthaben an die EZB bezahlt – 21 Millionen pro Tag,
(laut Angaben eines Berichts der „open banking Plattform Deposit Solutions“).

Negativzinsen wurden am 11. Juni 2014 erfunden (damals -0,1%), um die Wirtschaft zu stimulieren. Sie sollten die Banken ermuntern, Gelder zu investieren oder zu verleihen und nicht zu deponieren. Derzeit liegt der Negativzins bei -0,4% in 17 Ländern der Eurozone.

Aber es ist sehr viel mehr Geld vorhanden als rentable Investitionsmöglichkeiten.
Wen wundert es, wenn die EZB, die Bank of England, die Bank von Japan und jahrelang die FED täglich Milliarden Euro, Pfund, Yen und Dollar neu ausgegeben haben, und damit die Staatsverschuldung vieler Staaten in galaktische Höhen getrieben haben.

Montag, 3. Juni 2019

Bosch will ab 2020 klimaneutral sein

Immer mehr Konzerne wollen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und ihren Teil zum Erreichen der Klimaschutz- und Dekarbonisierungsziele beitragen.
Die Robert Bosch GmbH will schon 2020 vollständig klimaneutral sein und  keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen und zwar mit allen über 400 Bosch-Standorten weltweit – inkl. Entwicklung, Produktion und Verwaltung.

Damit wäre Bosch das erste große Industrieunternehmen, das dieses ehrgeizige Ziel in nur einem Jahr realisiert. Um die CO2-Neutralität rasch umzusetzen, will Bosch kurzfristig Ökostrom zukaufen und unvermeidbare CO2-Emissionen mit Kompensationsmaßnahmen ausgleichen.
Bis 2030 will Bosch sukzessive den Anteil an regenerativen Energien erhöhen, sowohl in der Eigenversorgung als auch im Zukauf. Darüber hinaus wird Bosch eine Milliarde Euro in die Energieeffizienz seiner Anlagen und Gebäude investieren.

Rund 32 Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen entfallen laut Internationaler Energieagentur auf Industrieunternehmen. Aktuell stößt Bosch rund 3,3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr aus. In den letzten 12 jahren hat das Unternehmen den CO2-Ausstoß um fast 35 Prozent gesenkt - allerdings relativ zur eigenen gestiegenen Wertschöpfung.

Bosch investiert in Umweltprojekte, welche die soziale und ökologische Entwicklung unterstützen und nach strengen Standards zertifiziert sind. Bis 2030 sollen diese Kompensationsmaßnahmen sukzessive zurückgefahren und die Investitionen in regenerative Energien verstärkt werden.

An den indischen Standorten Nashik und Bidadi sollen unternehmenseigene Photovoltaik-Anlagen ausgebaut werden. Insgesamt soll bereits installierte Energieleistung verzehnfacht werden. Zusätzlich schließt Bosch weltweit langfristige und exklusive Lieferverträge mit neuen Wind- und Solarparks.

Bis 2030 will Bosch zusätzlich 1,7 Terawattstunden Energie pro Jahr einsparen. Das entspricht mehr als 20% des aktuellen Jahresverbrauchs und ist vergleichbar mit dem Stromverbrauch der privaten Haushalte einer Großstadt wie Köln.

In mehr als 30 Werken weltweit setzt Bosch bereits die eigene Energy-Plattform aus dem Industrie-4.0-Lösungsportfolio ein. Die Plattform ist eine cloudbasierte Software-Lösung, die den Stromverbrauch jeder einzelnen Maschine verfolgen und steuern kann.

Quelle:  cleanthinking.de, By Martin Jendrischik, Mai 2019