Samstag, 3. Dezember 2016

Deutsche Firmen rechnen mit guter Konjunktur


Die Stimmung unter deutschen Firmenchefs ist so gut wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.
Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Oktober auf 110,5 Punkte. "Der Aufschwung in Deutschland gewinnt an Fahrt", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Sowohl ihre Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate beurteilten die befragten 7.000 Führungskräfte günstiger als zuletzt.
Vor allem die Industrie blickt wieder optimistischer nach vorne. Investitionsgüter wie Maschinen und Anlagen seien gefragt. Im Einzelhandel stagnierte das Geschäftsklima, doch vor Weihnachten könnte sich das ändern. Am Bau hellte sich zum siebten Mal in Folge die Stimmung auf und eilt zu immer neuen Rekorden. Insgesamt sei die Lage am Arbeitsmarkt vielversprechend. "Es wird eingestellt ohne Ende", sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe. "Es sieht nach einem guten Jahresendspurt aus", so Analystin Ulrike Kastens vom Bankhaus Sal. Oppenheim.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Abrisskosten für Fukushima steigt auf mehrere Milliarden Euro - für ca. 40 Jahre


Stilllegen und Abbauen des explodierten japanischen Atommeilers in Fukushima wird sehr viel teurer als bislang kalkuliert. Die Abrisskosten werden voraussichtlich auf umgerechnet mehrere Milliarden Euro pro Jahr steigen. Das teilte Japans Industrieministerium mit. Derzeit werden rund 700 Millionen Euro jährlich aufgewendet. Noch nicht berücksichtigt sind dabei die Kosten, die für das Bergen der geschmolzenen Brennstäbe anfallen werden. Damit kann erst 2018 oder 2019 begonnen werden.
Der Abriss dauert voraussichtlich 40 Jahre.
Der Betreiber Tepco kämpft damit, weiteres Ausfließen von radioaktiv verseuchtem Wasser aus dem Kraftwerksgelände zu verhindern. Tepco selbst sagt, es könne keine Angaben zu den Gesamtkosten für Abriss und Entsorgung machen.
Durch die Kernschmelze der Reaktoren wurden Wasser, Äcker, Wohngebiete, die Luft und das Meer verseucht. Mehr als 160.000 Menschen mussten die Region vermutlich für immer verlassen. Die landwirtschaftlichen Anbauflächen sind unbenutzbar.
Über dieses Thema berichtete Inforadio am 25. Oktober 2016 um 15:25 Uhr

Montag, 24. Oktober 2016

Starke Neodym-Eisen-Bor-Magnete aus dem 3-D-Drucker


An der TU Wien entstand der erste 3-D-Drucker zum Herstellen von Objekten aus magnetischem Material. Der neue Magnet-Drucker druckt mit Schnüren aus magnetischem Mikro-Granulat. Dieses wird von einem Kunststoff-Bindematerial zusammengehalten, im Drucker erhitzt und mit einer Düse Punkt für Punkt an den richtigen Stellen aufgebracht. Das so entstehende dreidimensionale Objekt besteht zu 90 % aus magnetischem Material und zu 10 % aus Kunststoff. Das gedruckte Objekt ist noch nicht magnetisch. Es wird erst zum Schluss einem starken äußeren Magnetfeld ausgesetzt und so zu einem Permanentmagneten.
mehr: http://www.elektroniknet.de/automation/sonstiges/artikel/135012/

Samstag, 8. Oktober 2016

Neues Speicher-Forschungszentrum an der RWTH Aachen



Aachens Uni bekommt dank Unterstützung des Wissenschaftsrats ein Zentrum zur grundlegenden Erforschung von Batterie-Materialien. Bund und Land NRW finanzieren den Bau eines Forschungszentrum für knapp 60 Millionen Euro.
Die komplette Prozesskette von der Herstellung bis zur Anwendung der leistungselektronischen Bauteile und Batterien, genau wie der Lebenszyklus sämtlicher Materialien und Komponenten werden erforscht.
Im Laborbereich eins soll das Altern von Materialien im Zeitraffer beobachtet werden. An Prüfständen werden die chemischen Prozesse durch Hitze, hohe Stromstärken und pausenlose Nutzung beschleunigt. Im zweiten Labor-Bereich wird der Bau von Prototypen erforscht. Laborbereich drei soll der physikalisch-elektrochemischen Analyse dienen, etwa per Computer-Tomographie.
Baubeginn ist für 2017 geplant. Mitte 2020 sollen 150 Mitarbeiter einziehen.

Freitag, 7. Oktober 2016

US-Staats-Schulden so hoch wie nie zuvor

Ende September endete das US-amerikanische Haushaltsjahr, das vom Kalenderjahr abweicht. Dies offenbarte, dass die amerikanischen Staatsschulden im letzten Jahr um 1,4 Billionen US-Dollar anstiegen und sich alleine der explizite Schuldenstand auf 19,57 Billionen US-Dollar erhöhte. Dies entspricht einem neuen Allzeithoch.
Damit sind die USA explizit mit 107% des Bruttoinlandsproduktes verschuldet. Die USA haben dabei den einzigartigen Vorteil als Hegemon die Weltleitwährung zu drucken, weshalb sich die USA leichter verschulden können in der Welt, als andere Staaten.
Dennoch ist die Schuldenlast im Verhältnis zum BIP so hoch wie zuletzt vor dem zweiten Weltkrieg und die Finanzielle Repression über real negative Zinsen ist die einzige Möglichkeit für die USA, sich langfristig von der Schuldenlast über Inflation zu befreien.
Dennoch sehen viele darin den sicheren Bankrott der USA und auch wir glauben, dass sich diese politische Entgleisung nur durch höhere Marktzinsen und eine Wirtschafts- und Finanzkrise wieder bereinigen lässt.

Die bundesdeutschen Schulden sind mit 2 Billionen Euro und einem Verhältnis zum BIP von 66% im Vergleich zu den der USA noch verhältnismäßig gering. Doch dies täuscht leider, denn in der Bundesrepublik ist fast die gesamte Altersversorgung staatlich geregelt, während diese in den USA zum großen Teil privat geregelt ist.
Berücksichtigt man in Deutschland die Renten- und Pensionsverpflichtungen des Staates, so ergibt sich eine Nachhaltigkeitslücke aus den expliziten und den impliziten Staatsschulden von 212% des Bruttoinlandsproduktes, was die Berechnungen des Forschungszentrums Generationenverträge der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zeigt.
Quelle: Markus Blaschzok | Chef-Analyst GoldSilberShop.de <info@goldsilbershop.de>
Fr 07.10.2016 14:55

Montag, 19. September 2016

CETA / TTIP - das Messer an der Kehle der Demokratie


Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD wundern sich über den Stimmenzuwachs am linken und v. a. rechten Rand des politischen Spektrums. Die Ursache sehen sie (und die Medien) nahezu ausschließlich in der Frage der Zuwanderung und Integration von Menschen auf der Flucht. (Eine "Flüchtlingskrise" hatte Deutschland zuletzt 1945 ! Damals wurden 12,5 Millionen Flüchtlinge in einem ausgebombten Land erfolgreich integriert.)

Doch auch wenn jemand die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel 100prozentig unterstützt, kann er die Regierungsparteien beim besten Willen nicht mehr wählen, solange sie CETA, TTIP und TISA in der derzeitigen Form (mit den Investorenschiedsgerichten) unterstützen.

Aus welchen Gründen wird das nicht erkannt von den Parteivorständen, die unsere demokratischen Rechte zum Spielball globaler Konzerne machen? Freier Handel hat viele Vorteile, aber nicht, wenn er auf Kosten der Bevölkerung ganzer Staaten geht.

Anhang 2 an diesem Link sollte sich jeder gründlich durchlesen:
http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=35011%20-%20anhang#anhang_2
„CETA ist das Messer an der Kehle der Sozialdemokratie“ von SPD-Mitglied Hans-Georg Tillmann, Rechtsanwalt, Vorstandsmitglied SPD UB Hannover

und Anhang 1 macht ebenfalls sehr nachdenklich:
OFFENER BRIEF zum Beschlussvorschlag des SPD-Parteivorstands zum CETA-Abkommen von Jürgen Schmid, Mitglied im SPD Kreisvorstand Stuttgart, Mitglied im Regionalvorstand Region Stuttgart

Mittwoch, 14. September 2016

Um das Weltklima zu retten, fordert der Club of Rome weitsichtiges und radikales Umdenken

Es gilt, mehr Anreiz für den Klimaschutz zu schaffen, fordern die Wissenschaftler. Unter anderem könne eine CO2-Steuer, deren Einnahmen direkt an die Bürger verteilt werden, dabei helfen. Die Steuern auf Emissionen und Rohstoffverbrauch sollten erhöht werden und die Steuern auf Einkommen gesenkt.

Mit ihren neuen Empfehlungen wollen sie drei große Herausforderungen unserer Zeit mindern und eindämmen: Soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel.

Besonders beachtenswert (und sinnvoll, aber wohl schwer umzusetzen):
Firmen, die für die Herstellung ihrer Produkte übermäßig viele Ressourcen (z. B. fossile Brennstoffe) verbrauchen oder Menschen krank machen, sollen dafür zahlen. "Es sei unfair, dass die Folgen von Fettleibigkeit, Depressionen und verkürzter Lebenszeit von der Gesellschaft und nicht von den Herstellern von Lebensmitteln mit zu viel Zucker, Fett und Salz getragen würden." Wie wahr!

Ob weniger Wachstum und weniger Welthandel die Probleme lösen, bezweifeln die Kritiker. Rohstoff-verbrauchendes Wachstum ist sicher kritisch zu sehen, innovative Geistesblitze und Softwarelösungen wohl weniger. Das rasante Wachstum der Weltbevölkerung einzudämmen und das Rentenalter den erhöhten Lebenserwartungen anzupassen ist vermutlich unumgänglich. Dies umzusetzen dürfte für alle Regierungen nicht leicht werden.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/neuer-bericht-die-forderungen-des-club-of-rome-14433541.html

www.wiwo.de/politik/konjunktur/club-of-rome-mit-weniger-wachstum-probleme-loesen/14538910.html?xing_share=News