Samstag, 4. Juli 2026

Stadt-Straßen wieder in Alleen umwandeln

Von 2000 bis 2023 ist die Verkehrs- und Siedlungsfläche in Deutschland um mehr als 8.000 Quadratkilometer gewachsen. Das entspricht etwa der halben Fläche von Thüringen.

Quelle: Umweltbundesamt, destatis, 

Natur kühlt, Asphalt heizt auf.

Die Oberfl#ächentemperatur von asphaltierten Flächen betragen bei Sonneneinstrahlung und 
Lufttemperatur 25 Grad Celsius   -   ca. 50 Grad Celsius,
Lufttemperatur 30 Grad Celsius   -   ca. 60 Grad Celsius,
Lufttemperatur 35 Grad Celsius   -   ca. 70 Grad Celsius,
Lufttemperatur 40 Grad Celsius   -   ca. 80 Grad Celsius.

In Städten müssen wir Fahrbahnen entfernen und durch schattenspendende große Bäume ersetzen,
wollen wir die nächsten Jahre einigermaßen gesund überstehen. Das erfordert von uns allen schnell enorme Anstrengungen und einen dringend notwendigen Bewusstseinswandel.

Wer 2026 durch die Hauptstraßen der gigantischen Millionenstädte Chinas fährt oder geht, kann dies meist im Schatten tun, denn entlang von sehr vielen Straßen stehen 4 Reihen hohe Bäume, so dass die Gehsteige der Fußgänger, die Fahrbahnen der Rollerfahrer und die äußeren Fahrbahnen für Pkws meist im Schatten liegen.

Außerdem kühlen die vielen Bäume das Klima in den Städten, indem sie viel Wasser verdunsten und CO2 sowie Feinstaub binden. Jede neue kleine Hochhaussiedlung ist von grünen Parks mit hohen Bäumen umgeben. Davon sind alle europäischen und US-amerikanischen Städte noch endlos weit entfernt. 

Fehlender Klimaschutz kostet uns jährlich Milliarden

Schon 2021 - also vo 5 Jahren - waren 30 Prozent aller Siedlungen bei uns von Starkregen-Ereigniseen mit Warnstufe betroffen. Seither steigt die Durchschnittstemperatur weiterhin an. Mehr Hitze bedeutet immer auch mer Starkregen.

Vergleichen Sie:
Der Haushalt des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit betrug 2025:
2,7 Milliarden Euro.
Nur die versicherten Schäden durch Starkregen-Ereignisse betrugen bereits 2021:
8,3 Milliarden Euro.

Quellen:  Umweltbundesamt, Deutscher Wetterdienst, Statistisches Bundesamt, Bundesministerium der Finanzen 

Deutsche Meeresschule will für Zukunftsthema Ozean begeistern

Die Deutsche Meeresstiftung hat im Rahmen des ersten Parlamentarischen Meeresabends in Hamburg das Konzept der ersten deutschen Meeresschule vorgestellt. Das von der Studiendirektorin Dr. Wiebke Endres entwickelte Bildungsmodell soll Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrem Klassenverband für das Zukunftsthema Ozean begeistern und ihnen zugleich neue persönliche sowie berufliche Perspektiven im Bereich Meeresschutz, Forschung und maritime Wirtschaft eröffnen.
Fotos des Abends sind unter folgendem Link verfügbar www.flickr.com/photos/germanoceanfoundation

Methanlecks in Deutschland - unkontrollierte Klimaschädigung

Methan ist ein extrem klimaschädigendes Treihausgas, das unsere Atmosphäre 80 Mal stärker erhitzt als CO2 - und das über zwei Jahrzehnte hinweg!

Methan ist für mehr als ein Drittel der Erderwärmung verantwortlich. Dies ist schon seit vielen Jahren bekannt. Daher haben sich 2021 über 150 Länder und die EU zur Verringerung von Methangas-Emissionen verpflichtet. Dennoch steigen diese weiter an.

Gemäß der Internationalen Energieagentur verschweigt die fossile Industrie als einer der größten Hauptemittenten seit Jahren ca. 70 Prozent ihrer Methanemissionen. Dabei könnte gerade im Energiesektor ein Großteil der Minderungsmaßnahmen kostenneutral umgesetzt werden.

Methan trägt zur Bildung von bodennahem Ozon bei, das zu Atemwegsbeschwerden führen bzw. solche verschlimmern kann. Und Methan ist hochgefährlich für unser Klima. Doch die großen Energiekonzerne in Deutschland lassen immer noch aus ihren Anlagen zur Öl- und Gasförderung, des Gastransports und der Gasspeicherung große Mengen Methan unkontrolliert und illegal in die Luft entweichen.

Quelle:  DUH (und Clean Air Task Force)

Deutsche verbrauchen jährlich 128.157.120.000.000 Tassen Wasser nur für Kaffee

 

Eine Tasse Kaffee verbraucht 1.170 Tassen virtuelles Wasser für den Anbau, die Verarbeitung und den Transport. 
Quelle:  UNESCO-IHE Institut of Water Edication

In Deutschland lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2024 bei rund 163 Litern Kaffee.
Quelle:  Deutscher Kaffeeverband

163 Liter entsprechen 1.304 Tassen á 125 ml. 
Jeder Deutsche verbrauchte also im Durchschnitt 1.304 x 1.170 = 1.525.680 Tassen virtuelles Wasser nur für seinen Kaffee-Konsum.

Bei 84 Millionen Deutschen bedeutet das 1.525.680 x 84.000.000 = 128.157.120.000.000 Tassen Wasser pro Jahr, 
in Worten: 128 Billionen 157 Milliarden 120 Millionen Tassen Wasser !!! - nur für Kaffee.

Dabei wird das meiste Wasser nicht hierzulande verbraucht, sondern in den Erzeugerländern.

Dort wurden von 2001 bis 2015 für zusätzlichen Kaffeeanbau 1.900.000 Hektar Wald gerodet und in Kaffeeplantagen umgewandelt.
Quelle:  World Resources Institut

Von der Wertschöpfung profitieren die Erzeugerländer allerdings nicht. Kaffee-Landwirte erhielten maximal 10 Prozent der Wertschöpfung. 90 Prozent entfallen auf Röstung, Markenmarketing,Handel, Gastronomie,Logistik und Steuern.
Quelle:  FAO

Doch nicht nur der extrem hohe Wasserverbrauch stellt eine Gefahr für die Menschheit dar. 
Weltweit werden für den Kaffeeanbau über 150 Pestizidwirkstoffe eingesetzt 
Davon sind 75 wegen zu großen Risiken für die Gesundheit in der EU verboten.
Quelle:  PAN Europe

Von 25 Millionen Menschen, die weltweit Kaffee anbauen, leben 5.500.000 unterhalb der Armutsgrenze von weniger als 3,20 US-Dollar pro Tag!
Quelle:  FAO Coffee Watch